MAIKE BACKHAUS (she/her) geboren 1990 in Königswinter, ist investigative Journalistin und Autorin. Sie hat Regie und Drehbuch an der Kunsthochschule für Medien in Köln studiert und anschließend ein Volontariat im Wirtschaftsjournalismus absolviert. Seitdem verbindet sie journalistische Recherche mit dramaturgischer Entwicklung.
Ihre journalistische Arbeit konzentriert sich auf systemischen Machtmissbrauch – etwa in der Filmindustrie, im Profisport oder in der Musikbranche – sowie auf Themen wie strukturelle Gewalt und Migration. Sie veröffentlicht u.a. für DER SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung, Welt am Sonntag, CORRECTIV und den STERN; ihre Recherchen wurden international von Medien wie The Guardian und der New York Times aufgegriffen.
Für DER SPIEGEL entwickelte sie den investigativen Podcast „NDA: Die Akte Kasia Lenhardt“, bei dem sie die Recherche leitete und Autorin war. Der Podcast wurde mit über drei Millionen Hörer:innen zu einem der erfolgreichsten Storytelling-Podcasts Deutschlands. Die Recherchen lösten breite gesellschaftliche Debatten aus und gaben der Staatsanwaltschaft Impulse für neue Ermittlungen. Für ihre Arbeit wurde Maike Backhaus 2023 und 2024 als „Journalistin des Jahres“ ausgezeichnet.
In der Jury-Begründung heißt es „Mit ihrer Recherche über die Bedingungen am Filmset von Til Schweiger hat Maike Backhaus ein Thema gesetzt, das die Branche verändern kann. Auch ihre Aufarbeitung der Causa Rammstein sowie ihre Mitarbeit an der Rekonstruktion des Flüchtlingsdramas von Pylos zeigen, wie facettenreich ihre Recherchefähigkeiten sind – und wie treffsicher ihr investigativer Instinkt.“
Darüber hinaus war sie für drei verschiedene Recherchen für den Reporterpreis nominiert und stand zweimal auf der Shortlist für den Stern-Preis sowie für den Impact Award. Ihre letzte Recherche „Chillt mal, hier wurde niemand vergewaltigt“ wurde im Erscheinungsjahr zur erfolgreichsten investigativen Geschichte des Stern.
Neben ihrer journalistischen Tätigkeit entwickelt Maike Backhaus Podcasts, dokumentarische Formate sowie fiktionale Film- und Serienprojekte.
Mit der ZDF-Serienadaption „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ gab sie ihr Debüt als Co-Autorin in der Fiktion – an der Seite von Showrunnerin und Autorin Anika Decker, unter der Regie von Sebastian Schipper. Die Serie erhielt 2026 mit 800.000 € die höchste Fördersumme des Medienboard Berlin-Brandenburg.
Nach eineinhalb Jahren beruflicher Tätigkeit für das ZDF in Los Angeles, lebt und arbeitet sie heute in Berlin.