DANIIL KREMKIN (he/him) wurde 1997 in Saransk, Russland geboren. Er wuchs in der russischen Kleinstadt auf und besuchte dort ein englisches Sprachgymnasium sowie parallel über mehrere Jahre eine Kunstschule mit Designprofil.
In seiner Jugend betrieb er bis etwa zum 15. Lebensjahr leistungsorientiert Eiskunstlauf. An dem Punkt, an dem eine Entscheidung für den professionellen olympischen Leistungspfad angestanden hätte, entschied er sich bewusst gegen den Spitzensport.
Mit 18 Jahren kam Daniil im Rahmen eines Schüleraustauschs nach Deutschland. Ohne Deutschkenntnisse begann er in einem Kindergarten zu arbeiten und eignete sich die Sprache im Alltag an. Wenige Jahre später ließ er sich in Berlin nieder und folgte dort seinem lang gehegten Wunsch, Schauspieler zu werden.
Bevor er sein Schauspielstudium aufnahm, absolvierte Daniil einen Bachelor in Psychologie und Psychotherapie an der FU Berlin mit Schwerpunkt Klinische Psychologie. Parallel dazu arbeitete er über mehrere Jahre im therapeutischen Milieu, unter anderem in therapeutischen Wohngruppen und Tageskliniken mit schwer traumatisierten Jugendlichen und Erwachsenen.
Seine Schauspielausbildung absolvierte er ab 2022 an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, die er 2026 abschließt. Zuvor sammelte er erste Bühnenerfahrungen am Staatstheater Saransk, wo er über zwei Jahre in seiner Heimatstadt spielte.
Einem größeren Publikum wurde er durch seine Verkörperung des Architekten und Ingenieurs „Max Jordan“ bekannt, eine der Hauptrollen in der ARD-Event-Miniserie SCHWARZES GOLD unter der Regie von Nina Wolfrum und Tim Trachte.
Eine zentrale künstlerische Arbeit stellt für ihn der Spielfilm INTERIOR dar, in dem er eine der Hauptrollen übernahm. Der Film feierte 2025 seine Weltpremiere beim Tallinn Black Nights Film Festival (PÖFF), wurde dort mit dem Audience Award ausgezeichnet und kommt 2026 in die deutschen Kinos.
Geprägt durch sein Aufwachsen in sozial herausfordernden Strukturen, durch seine Erfahrungen als queere Person sowie durch sein psychologisches Studium und die langjährige Arbeit im therapeutischen Kontext, sucht Daniil im Schauspiel nach jener Alchemie, die es ermöglicht, erlebten Schmerz in Präsenz zu verwandeln.
Daniil spricht Deutsch, Englisch und Russisch auf muttersprachlichem Niveau sowie Flämisch fließend. Neben seiner schauspielerischen Arbeit verfügt er über ausgeprägte körperliche Fähigkeiten, darunter Turnen und Akrobatik.